Kurzdarstellung
des Projekts
Motivation
Besonderheiten
des Vorhabens
Ziele
Aktivitäten
Zielgruppe
Durchführung
(Ort, Zeitplan)
Öffentlichkeitsarbeit
Dokumentation
Selbstdarstellung
kulturgymnastik
bisherige
Arbeiten und Projekte
Kurzdarstellung des Projekts
13 Nationen, 13 kulinarische Identitäten,
13 Amtssprachen, 4 Generationen, 1 neues/altes Medium (podcast/Radio).
In dem weiten Spannungsfeld zwischen neuester Medien-
und ältester Esskultur treffen wir in Berlin lebende Generationenvertreterinnen
der 10 neuen europäischen Nationen und 3 Beitrittskandidaten; nach Möglichkeit
Vertreterinnen aller Generationen und gesellschaftlichen Gruppen. Jeweils zu
Gast in der Küche einer der teilnehmenden Gesprächspartnerinnen führen
wir (teilweise moderierte) Tischgespräche, die daraufhin im podcast veröffentlicht
werden. Die Gespräche sollen die Wahrnehmung von ausländischen Mitbürgerinnen
und derer Lebenssituation in der Öffentlichkeit verstärken und so
zur Verbesserung ihrer Integration beitragen. Sie behandeln die Themen Motivation
für Emigration, Heimweh, Probleme der Integration, Fremdperspektive, Blick
auf Männer, kulturelle Divergenzen, wie sehen sie die Deutschen (Klischees,
eigene Erfahrungen, etc.) Unser besonderer Fokus ist auf die Lebenswelten von
Frauen gerichtet.
![]()
Motivation
Frauen aus anderen Kulturen
leben oft verborgen und mit wenig öffentlicher Anerkennung in unserer Gesellschaft,
da sie z.T. kaum erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt sind und ihrer "traditionellen
Rolle" in den Familien nachkommen (so oft bei Türkinnen, die unsere
ersten Gesprächs-partnerinnen sind). Frauen öffnen sich erfahrungsgemäß
im Gespräch leichter als Männer; berichten auch bereitwilliger über
persönliche Niederlagen, schmerzhafte Erfahrungen, Defizite.
Die Situation vieler nicht mehr junger türkischer Frauen, die seit über
20 Jahren in Berlin leben, ist eklatant. Sie partizipieren kaum an der deutsch-sprachigen
Kultur und fühlen sich sehr fremd hier. Frauen aus anderen Ländern
sind indessen stärker integriert und haben aufgrund ihrer "westlichen"
Herkunftskultur anders gelagerte Probleme. Diese aufzuspüren, den Spagat
zwischen Heimat und Fremde nachzuvollziehen, das möchten wir in den jeweiligen
Küchen leisten.
Die Küche als intimer und kreativer Ort bietet sich an, um mit Frauen ins
Gespräch zu kommen, ohne diese auf Kochlöffel schwingende Personen
zu reduzieren. Im Gegenteil scheint es uns von Vorteil die "Sicherheit"
und "Spezifik" der Küchen (Räume und Speisen) als Einstieg
in ein weites Gespräch zu nutzen - in ein Gespräch über das,
was Frauen leisten, wo sie herkommen, was sie traurig und froh macht.
![]()
Besonderheiten des Vorhabens
Podcasting bezeichnet das Produzieren und Veröffentlichen
eines Journals in Form von Audiodateien über das Internet. kulturgymnastik
strebt eine enge Zusammenarbeit mit berliner Initiativen der Migrations-, Jugend-
und Seniorenarbeit an, um die besonderen Eigenschaften des jungen Mediums podcasting
zu verbreiten. Der technisch geringe Aufwand und die besonders einfache Handhabung
ermöglichen es auch denjenigen Bevölkerungsgruppen in der Öffentlichkeit
des Internet zu Wort zu kommen, die dort ansonsten wahrscheinlich nie Gehöhr
finden würden. Als Nebenprodukt zum eigentlichen Projektziel erscheint
somit der multiplikatorische Effekt: die technische und journalistische Einarbeitung
unserer Gesprächspartnerinnen eröffnet diesen und ihren zukünftigen
Interviewpartnern nachhaltig ein spannendes und ergiebiges Feld.
![]()
Ziele
Die Installation erreichbarer Sprachrohre für
alle Bevölkerungsgruppen ist der "kultursportliche" Auftrag von
kulturgymnastik. Bei dem geplanten Projekt "suppenqueen" werden unterschiedlichste
Teilehmerinnen mit der einfachen Technik, derer es beim Aufzeichnen der Küchen-Gespräche
bedarf, bekannt gemacht.
Inhaltlich versuchen wir durch das Kochen als Bezug zum Alltag eine Atmosphäre
zu schaffen, die qualitätsvolle Interviewarbeit in einem weiten, bunten
Feld der interkulturellen Gespräche ermöglicht.
![]()
Aktivitäten
Neben dem titelgebenden
podcast illustriert eine begleitende Website die gastgebenden Nationen, ihre
Vertreterin, deren Suppe.
Eng verknüpft mit dem Projekt ist eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit
notwendig, allein um unterschiedliche interessante "Suppenköchinnen"
zu akquirieren.
Die Veröffentlichung von Auszügen des Podcasts in Radio und Printmedien
(Zeitschriften) ist zusätzlich geplant, um ein breites Publikum zu erreichen.
Als Abschluß der Reihe ist ein Event geplant, das an einem prominenten
Ort in Berlin mit einer Vielzahl Suppen und multikultureller Gastlichkeit für
Aufmerksamkeit sorgt.
![]()
Zielgruppe
Teilnehmer: kulturell interessierte Internet- oder
mp3-Player-Nutzer aller berliner Nationen und Generationen
Zuhörer/Nutzer: Einzelpersoen und Medien mit Interesse an kulturellem Austausch
und Integration.
![]()
Durchführung (Ort, Zeitplan)
Möglichst jeweils zu Gast bei einer Gesprächsteilnehmerin
und gleichzeitigen Suppenköchin. Alternativ in unseren Räumen oder
an einem neutralen Ort (Galerie).
![]()
Öffentlichkeitsarbeit
Pressearbeit für podcast und website in lokalen
Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen. Verlinkung der website / des podcasts
auf prominenten Websites, Koopertionen mit sozialen Trägern.
Abschließendes pressewirksames Event (Festmahl).
![]()
Dokumentation
- podcast
- website
- möglicherweise Radio-Feature, Buch- oder CD-Produktion
- möglicherweise Veröffentlichungen in Zeitschriften oder Buchproduktion
![]()
Selbstdarstellung kulturgymnastik
kulturgymnastik - gemeinnütziger Verein zur Förderung
kultureller Kompetenzen: Die Inhalte der Kunst- und Kulturprojekte von kulturgymnastik
sind technisch am Puls der Zeit und thematisch so frei wie die Kunst selbst.
Die Zielgruppe der avisierten Projekte sind in der Mehrzahl Personengruppen,
deren kulturelles Tun sich eher hinter den Kulissen der öffentlichen
Wahrnehmung abspielt (im Augenblick in erster Linie Kinder und Jugendliche
sowie deren Familien). Von der Akquiese der notwengien Mittel über die
Projektdurchführung mit unterschiedlichen Kooperationspartnern und der PR
bis zur feierlichen Präsention bietet
das Netzwerk von kulturgymnastik eine zuverlässige Partnerschaft.
www.kulturgymnastik.de
![]()
bisherige Arbeiten und Projekte
Elke Bredereck
Slavistin, Literaturwissenschaftlerin, osteuropa-versiert
Buch:
"Menschen jüdischer Herkunft. Selbstbilder aus St. Petersburg, Vilnius
und Berlin". Konstanz 2004, ISBN: 3896498827
4 Jahre Tätigkeit in Odessa/Ukraine;
Mitarbeit am Projekt: Kriegspfad Berlin, oral history,
Ausstellung Heimat-Museum Prenzl. Berg '95,
aktuell: Filmprojekt "Galja"
Stefie Steden
bildende Künstlerin, soziologisch inspiriert
idyllenforschung
- "Büro für Selbstwahrnehmung", "Interpersonale Recherchen",
"Elektrisches Hörspiel" etc.
![]()
